Aktuelles aus dem Stadtverband

03.06.2016, 13:51 Uhr
Theuvsen setzt bei Integration auf Fördern und Fordern
CDU-Landratskandidat fuür dezentrale Flüchtlingsunterkünfte und aktive Extremismus-Prävention
In seiner Themenwoche „Migration und Integration“ beschäftigte sich CDU-Landratskandidat Prof. Ludwig Theuvsen mit den Herausforderungen rund um Flüchtlinge. „Viele, die aufgrund von Vertreibung, Verfolgung oder Krieg in unser Land gekommen sind, wollen schnellstmöglich wieder in ihre alte Heimat zurück, sobald es die Verhältnisse erlauben“, erläutert Theuvsen seine Erfahrungen aus den Gesprächen während seiner Themenwoche. „Für manche gibt es aber traurigerweise keine Heimat mehr, jenen muss unser Land eine bieten.“ Ludwig Theuvsen spricht sich dafür aus, dass eine Integration in die deutsche Gesellschaftsordnung schnellstmöglich erfolgen muss. „Integration ist angewiesen auf die Offenheit derer, die hier leben, und die Bereitschaft derer, die zu uns kommen, unsere Art zu leben, unser Recht, unsere Kultur zu achten und unsere Sprache zu lernen.“
Als Landrat wird sich Theuvsen dafür einsetzen, dass Integration aus Fördern und Fordern gleichermaßen besteht. „Die große Mehrheit der anerkannten Flüchtlinge ist zum Erlernen unserer Sprache von sich aus bereit.“ Ludwig Theuvsen plädiert für eine Integrations-Pflicht. „Ich trete dafür ein, dass Sprach- und Integrationskurse im Landkreis verpflichtend werden; und zwar für Frauen und Männer gleichermaßen.“ Nur wer Deutsch erlerne, so Theuvsen, werde sich in unserer Gesellschaft zurechtfinden.

Um aufkeimenden Radikalismus, insbesondere religiösen, zu erkennen und entgegen zu treten, schlägt Ludwig Theuvsen vor, die Stelle für ‚Vielfalt, Demokratie und Toleranz‘, welche beim Landkreis Göttingen angesiedelt ist, auf Prävention vor radikaler Islamisierung auszuweiten. Hinweise auf salafistische Aktivitäten rund um die Oberzentren in Niedersachsen wurden bereits im Verfassungsschutzbericht 2015 genannt.

In Bezug auf die Unterbringung erklärt Theuvsen: „Wir dürfen die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen.“ Zentrale Unterbringungen haben sich als integrationshemmend herausgestellt. Die mittel-, bzw. langfristige Unterbringung von Flüchtlingen müsse daher dezentral stattfinden. Die jüngsten Erwerbungen des Landkreises sieht Landratskandidat Theuvsen kritisch und fordert: „Hann. Münden und Wollershausen dürfen nur zur Erstaufnahme dienen.“ Die spätere Unterbringung im Landkreis müsse dezentral erfolgen. „Wir müssen es schaffen Flüchtlinge in Dorfgemeinschaften, in Vereinen und Gemeinden zu integrieren“, erläutert Theuvsen.

Abschließend spricht Ludwig Theuvsen seinen Dank den vielen Helfern, vor allem aus dem Ehrenamt, aus, dafür, dass sie die Bewältigung der Erstaufnahme möglich gemacht haben. „Wiedermal hat sich gezeigt, dass die Ehrenamtlichen das Rückgrat des gesellschaftlichen Engagements in unserem Land sind“. Um dieses bürgerschaftliche Engagement weiter zu würdigen, kündigt Ludwig Theuvsen seine kommende Themenwoche im Bereich „Ehrenamt“ an. Hier werden Besuche im Bereich Sport, Kultur, Feuerwehr und Hilfsorganisationen stattfinden.