Rot-Grün will an teurem Albaniplatz-Wahnsinn festhalten

3,4 Millionen Euro sollen für Verkehrsberuhigung investiert werden – bei den Schulen wird hingegen gespart

Mit großem Unverständnis reagiert die CDU-Ratsfraktion auf die neuerlich vorgetragenen Fantasien von SPD und Grünen zur Umgestaltung des Albaniplatzes. Ungefähr dreieinhalb Millionen Euro sollen – wenn es nach rot-grün geht – dafür investiert werden, den Platz zwischen Albanischule und Stadthalle ebenerdig und ohne Parkplätze umzubauen. Jeder Euro, der für diese nach Ansicht der CDU sehr sinnfreie Umgestaltung des Albaniplatzes ausgegeben werden soll, muss dabei an anderer Stelle im Haushalt eingespart werden.

„Das ist ein Offenbarungseid in der Prioritätensetzung. Die Schulen stehen hinten an. Man kann eigentlich nur alle OHG-Schüler einladen, sich ein Bild davon zu machen, wofür die dreieinhalbfache Summe Ihrer fehlenden Etage am Anbau nun investiert wird“, so Fraktionschef Olaf Feuerstein. „Das, was SPD und Grüne da vorhaben, kann man keinem mehr erklären. Angesichts der aktuellen finanziellen Lage so ein Projekt durchdrücken zu wollen, ist einfach nur peinlich.“

Besonders vor dem Hintergrund, dass andere Vorhaben aufgrund der engen finanziellen Spielräume zurückgestellt werden, zeigt sich die CDU fassungslos über den neuerlichen Vorstoß von SPD und Grünen. In dem gelangen die Antragssteller schließlich auch zu der Erkenntnis, dass ein Tiefgaragenbau aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie nicht zu realisieren sei. „Diese Erkenntnis kommt erstens reichlich spät und zweitens müsste ihr auch folgen, dass für das Fantasie-Projekt shared space am Albanipatz ebenfalls kein Geld da ist.“ Allen Beteiligten müsse klar sein, so Feuerstein, dass im nächsten Haushalt drei Millionen Euro an anderer Stelle zu Gunsten dieses Projekts fehlen würden. Auf die Erklärung, welche Vorhaben zurückstecken sollen, sei man gespannt.

„Was für ein Zeichen soll das auch an die Innenstadthändler setzen? Der ohnehin schon enorme Umsatzverlust wird dann auch noch damit verschärft, dass die Menschen keinen geeigneten Parkplatz in der Stadt finden. Wenn wir eine lebendige Fußgängerzone mit familiär geführten Geschäften wollen, müssen wir die Sorgen der Inhaber auch ernst nehmen, die von diesem neusten Vorstoß alles andere als begeistert sein dürften“, so Feuerstein.