Offene Fragen bei Parkraumbewirtschaftung im Ostviertel

CDU fordert Flexibilität für Schülerinnen und Schüler, Klinik-Besucher und Arbeitnehmer


Die Einführung einer Parkraumbewirtschaftungszone im Göttinger Ostviertel beschäftigt die Stadtpolitik seit langer Zeit. Vorangetrieben von SPD und Grünen soll es zwischen Friedländer Weg/Düstere-Eichen-Weg, Am Steinsgraben, Reinkeweg und Ewaldstraße bald weitestgehend nur noch für Anwohner möglich sein, ihr Auto abzustellen – obwohl die Gesamtauslastung der öffentlichen Parkplätze zu Spitzenzeiten laut Messung eines Gutachters lediglich bei 75% lag. Der CDU Stadtverband Göttingen macht sich nun für mehr Flexibilität stark.


Schon die ersten Konzepten zur Parkraumbewirtschaftung im Ostviertel aus dem Jahr 2019 sahen keine Lösung für Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schule I oder für Patienten, Besucher und Angestellte einer anliegenden Klinik vor. Auch viele ansässige Firmen oder in Wohnhäusern etagenweise ansässige Dienstleistungs-Anbieter hatten damals bereits angekündigt, dass sie eine adäquate Lösung für ihre Kunden oder zum Teil aus dem Landkreis stammenden Mitarbeiter erwarten. Jetzt, wo der aktuelle Zwischenstand seitens der Stadtverwaltung vorgestellt wird, werde klar, dass diese Interessen anscheinend ungehört bleiben sollen.


„Wir brauchen dringend einen fairen Interessensausgleich zwischen den Anwohnern im unteren Ostviertel, die zum Teil in der Tat unter einem hohen Parkdruck leiden, und den Arbeitnehmern, Schülern und Dienstleistungsanbietern, die auf die kostenfreien Parkplätze angewiesen sind“, so die Vorsitzende des CDU Stadtverbandes Göttingen, Carina Hermann. Gerade für Schülerinnen und Schüler der BBS I sei eine Parkraumbewirtschaftung ohne Rücksichtnahme und Kompromiss eine enorme Herausforderung, haben doch zwei Drittel der Schüler ihren Wohnsitz außerhalb der Stadt Göttingen. Zehn Prozent wohnen sogar außerhalb der Landkreise Göttingen und Northeim.


„Wir müssen flexible Lösungen für diejenigen finden, die nicht alle vier Stunden ein neues Parkticket ziehen können, vor allem also für Schüler und Arbeitnehmer. In den Bereichen, in denen Parkscheinautomaten aufgestellt werden sollen, brauchen wir mehr Augenmaß um eine gute Lösung für alle Beteiligten zu finden“, so Hermann.