Mehr Transparenz bei der Sanierung des Deutschen Theaters

CDU-Ratsfraktion Göttingen fordert begleitenden Sonderausschuss für besseren Informationsaustausch

„Das Deutsche Theater ist für Göttingen eine wichtige und historisch bedeutende Kultureinrichtung. Das DT ist für die CDU an seinem Platz im Zentrum der Stadt unverzichtbar. Seit Jahren ist der Zustand des Gebäudes und die teilweise unzumutbaren Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und dem Aufsichtsrat bekannt. Trotzdem wurde ein Sanierungskonzept von der Stadt immer wieder verschoben. Nach der Vorstellung der dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen wird klar, dass es sich wie beim Städtischen Museum rächt, wenn man jahrzehntelang denkmalgeschützte Gebäude vernachlässigt“, so die kulturpolitische Sprecherin Fraktion, Wibke Güntzler.

Nach der Vorstellung der Sanierungsoptionen durch die Verwaltung wundere sich die CDU-Fraktion, wie eine der wichtigsten Institutionen in Südniedersachsen so lange stiefmütterlich behandelt werden konnte. Schließlich sei seit dem Anbau von Brandi aus den 1980er Jahren keine größeren Sanierungs- oder Reparaturarbeiten durchgeführt worden.

„Der Investitionsstau, der durch Verwaltung und die rot-grünen Haushaltsmehrheiten der vergangen Jahre verursacht wurde, ist nicht von der Hand zu weisen. Dafür das Entschuldungshilfeprogramm oder andere finanzielle Zwänge verantwortlich zu machen, halten wir für wenig glaubwürdig. Schließlich war immer Geld für das da, was als nächstes Leuchtturmprojekt ausgewiesen wurde – Zum Beispiel das Kunstquartier“, so Güntzler.

Für die Union stehe fest, dass kein Weg an der Sanierung des Theaters am jetzigen Standort vorbeiführe. Man schlägt vor, nach und nach die wichtigsten Reparaturarbeiten anzufassen und so die Sanierung auf einen längeren Zeitraum zu strecken. Zum Beispiel könnte erst die Werkstatt zur Bühne umgebaut und dann die Hauptbühne saniert werden, wie es auch in einer der Varianten vorgeschlagen wird. Welche Sanierungsvariante die Fraktion unterstützen will oder welche Mischung aus den unterschiedlichen Vorschlägen, lässt die CDU zunächst offen und verweist auf die Forderung eines begleitenden Sonderausschusses.

„Die Sanierung des Deutschen Theaters wird unsere Stadt für eine sehr lange Zeit beschäftigen. Wir halten es für unabdingbar, für diesen Zeitraum einen Sonderausschuss aus Politik, Verwaltung und Theater einzurichten, der die Sanierung begleitet. Das schafft mehr Transparenz und einen besseren Informationsaustausch. Diese Faktoren haben in der Vergangenheit bei größeren Bauprojekten zu oft gefehlt“, so der Fraktionsvorsitzende Olaf Feuerstein. Einen entsprechenden Antrag dazu will die CDU-Fraktion in den nächsten Kulturausschuss einbringen. Zudem will man sich dafür einsetzen, Fördermittel vom Land und vom Bund einzuwerben.