Mehr Sachlichkeit im Umgang mit Sparkassen-Filialen

CDU-Ratsfraktion mahnt zu Objektivität bei Beurteilung eines angepassten Filialnetzes

Die Schließung von vier Sparkassenfilialen in Göttingen war vom Verwaltungsrat der Sparkasse mehrheitlich beschlossen. In dem wichtigsten Entscheidungsgremium der Sparkasse Göttingen, dem Verwaltungsrat, sind mehrheitlich Politiker aller größeren Parteien aus Stadt und Landkreis vertreten. Die CDU-Ratsfraktion hält es folglich für reichlich scheinheilig, wenn nun aus denselben Parteien der Vorstand für diese abgewogenen Entscheidungen gescholten und gleichzeitig angezweifelt wird, ob die Sparkasse Göttingen noch ihrem Versorgungsauftrag für die Bevölkerung gerecht würde.

„Die Sparkasse Göttingen setzt sich auch künftig mit ihrem breiten Filialnetz und ihrer intensiven Kundenbetreuung deutlich von den Mitbewerbern in der Region ab. An der Erfüllung des gesetzlichen Versorgungsauftrages gibt es für mich gar keinen Zweifel“, erklärt Olaf Feuerstein, Fraktionsvorsitzender der CDU-Ratsfraktion.

Es handele sich auch bei diesen Versorgungsleistungen zudem immer um das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. So sei die Filiale in Nikolausberg im Durchschnitt nur von einem Kunden pro Woche für Dienstleistungen außerhalb der SB-Terminals, zum Beispiel Beratungsgespräche, frequentiert worden. Statistisch noch weniger besuchten für diese Leistungen die Filiale in Herberhausen. „Quasi alle Dienstleistungen, besonders in den ebenfalls betroffenen beiden Wohnstift-Filialen, werden bereits jetzt durch SB-, online- oder individuelleAngebote der Sparkasse abgedeckt. Mehr Service, als nach Hause zu den Menschen zu gehen und sie dort zu beraten, kann man eigentlich nicht anbieten“, so Feuerstein.

Die CDU wünsche sich alles in allem mehr Objektivität in der Debatte und verweist auf die weiterhin bestehenden SB-Filialen, die in Herberhausen und Nikolausberg angeboten werden. „Diese SB-Angebote decken ja auch jetzt schon quasi alle nötigen Dienstleistungen für die Kundinnen und Kunden in den betroffenen Ortsteilen ab. Es wird sich also nicht wirklich viel verändern“, so Feuerstein.