Kooperationsvertrag macht Weg frei für Oberschule

CDU sieht ihre Vorstellungen eingearbeitet und erwartet von der SPD konstruktive Mitarbeit

Der Rat der Stadt Göttingen hat in seiner Sitzung am 14. Februar 2020 der Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Göttingen und dem Bistum Hildesheim mehrheitlich allein gegen die Stimmen der SPD zugestimmt. Der Vertrag bildet die Grundlage für die Zusammenarbeit beim gemeinsamen Projekt der erweiterten Oberschule an der Bonifatiusschule II. Die CDU-Ratsfraktion Göttingen zeigt sich sehr zufrieden mit dem ausgehandelten Ergebnis und sieht sich in ihren inhaltlichen Vorstößen bestätigt.

„Wir haben seit Jahren für ein erweitertes Oberschul-Angebot in Göttingen geworben. Für uns war immer die enge Verbindung zwischen der Schule und den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Institutionen, gerade im Hinblick auf die starke Ausrichtung zur Berufsorientierung der Schule, von großer Bedeutung. Wir freuen uns, dass dies Berücksichtigung in der Kooperationsvereinbarung gefunden hat und die Boni ihr berufsorientiertes Profil weiter ausbaut und entwickelt“, so das Schulausschuss-Mitglied Wibke Güntzler. Die Entscheidung für die Kooperation sei auch deshalb wichtig gewesen, da nun bereits ab dem Schuljahr 2020/2021 dringend benötigte weitere Schulplätze in Göttingen zur Verfügung gestellt werden könnten.

Der Oberschule wird ein pädagogischer Beirat zur Seite gestellt. Dies begrüßt die CDU-Fraktion. Allerdings zeige man sich nach der Ratssitzung und dem Verhalten der SPD besorgt darüber, ob die zugesagte Unterstützung durch die Vorsitzende des Schulausschusses Frauke Bury auch ernst gemeint war. „Wir als CDU erwarten von der Schulausschussvorsitzenden eine konstruktive Zusammenarbeit im Beirat der Schule. Sie vertritt dort die Interessen der Stadt und die hat sich mit großer Mehrheit dafür entschieden, das Projekt Oberschule gemeinsam anzugehen. Nur weil der SPD das Abstimmungsergebnis nicht passt, darf sie nicht das ganze Projekt torpedieren“, so Güntzler.

In der Kooperationsvereinbarung sei festgelegt, dass eine Evaluation des gemeinsamen Projektes von Stadt und Bistum im ersten Halbjahr des Schuljahres 2022/2023 stattfinden soll. „Bis dahin erwarten wir, dass der Zusammenarbeit keine Steine in den Weg gelegt werden und die Schule sich gut und mit aller Unterstützung von Stadt und Bistum in Ruhe entwickeln kann“, so Güntzler.