Industrie und Kultur – Auch ein Erfolgsprojekt für GSO und altes GT-Gebäude?

Interfraktioneller Antrag für die Sitzung des Rates am 16. Juli 2021

Der Rat möge beschließen:

Die Verwaltung wir gebeten zu prüfen, unter welchen Bedingungen und mit welchem finanziellen Aufwand ein Umzug des GSO und die dauerhafte Unterbringung des gesamten Orchesters inklusive Probemöglichkeiten und Geschäftsstelle im ehemaligen Gebäude des Göttinger Tageblatts an der Dransfelder Straße realisiert werden kann. In Frage kommen würden dafür zum Beispiel die sonst nur schwer nutzbare Druckerhalle für den Orchesterbetrieb sowie wenige Nebenräume auf der dortigen Empore oder im Verwaltungstrakt.

Die Ergebnisse sind in den nächsten Sitzungen der Ausschüsse Bauen, Planung und Grundstücke sowie Kultur und Wissenschaft, ggf. in einer gemeinsamen Sitzung, vorzustellen.

Begründung:

Das GSO ist eins der großen kulturellen Aushängeschilder unserer Stadt. Es repräsentiert nicht nur die Vielfalt und Kreativität Göttingens national und international auf höchstem Niveau, sondern ist immer auch Botschafter für Kultur, Musik und Innovationsgeist unserer Region. Die Nominierung des künstlerischen Leiters und Chefdirigenten des Orchesters, Nicholas Milton, als “Dirigent des Jahres” beim OPUS KLASSIK 2021 unterstreicht die herausragende Leistung der Musikerinnen und Musiker, des Generalmusikdirektors und der Geschäftsstelle. Sie alle haben mehr Unterstützung für ihre Arbeit verdient.

Unter Pandemie-Bedingungen hat das Orchester mit aufwändigen Livestreams, aufgezeichneten Konzerten oder Radio- und CD-Einspielungen zehntausendfach ein Publikum erreicht, das diese großen künstlerischen Leistungen mit unserer Stadt in Verbindung bringt. Bei den Bedingungen, unter denen die Musikerinnen und Musiker diese höchst anspruchsvollen Werke proben und die Geschäftsstelle alles Organisatorische drumherum regeln müssen, besteht allerdings eigentlich seit Jahren großer Unterstützungsbedarf seitens der Stadt.

Mit der dauerhaften Unterbringung des GSO in der ehemaligen GT-Immobilie könnte man auf einen Schlag alle räumlichen Probleme des Orchesters lösen. Der Proberaum könnte in der alten Druckerhalle entstehen, es gäbe endlich genug Platz für Übungs- und Aufenthaltsräume der Musikerinnen und Musiker sowie adäquate Büros für die Geschäftsstelle. Im neuen Proberaum in der alten Druckerei bestünde auch gleich die Möglichkeit, in kleinerer Besetzung Konzerte zu geben. Dass Industrie-Locations ein Erfolgsmodell sind, beweist die Lokhalle immer wieder aufs Neue.

Die prekäre räumliche Situation des GSO in der Godehardstraße muss sich endlich verbessern. Da vor Ort nicht genug Platz ist, müssen kreative Lösungen geprüft werden!

Der Pressemitteilung des Göttinger Tagesblatt können Sie weitere Informationen entnehmen: https://www.goettinger-tageblatt.de/Die-Region/Goettingen/Gesucht-ein-Proberaum-fuer-Goettinger-Symphonie-Orchester-in-Raumnot