Göttingen muss als Schulstandort attraktiv bleiben

CDU-Fraktion mahnt zur Berücksichtigung der Berufsbildenden Schulen beim städtischen Mobilitätskonzept

Der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität der Stadt Göttingen berät am 23. Juni 2020 über ein Mobilitätskonzept für Göttinger Schulen. Vor allem soll es darum gehen, Eltern-Taxis zu reduzieren und die Schülerinnen und Schüler für die Nutzung des Fahrrads beim Schulweg zu sensibilisieren. Die CDU im Rat der Stadt mahnt dabei, dass auch individuelle Lösungen für unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt werden müssen.

„Was bei der aktuellen Diskussion wieder einmal völlig untergeht, sind die Berufsbildenden Schulen. Die Einführung der Parkraumbewirtschaftung im Ostviertel ist beschlossene Sache. Auch für Schülerinnen und Schüler der BBS I wird es wohl keine Ausnahmen geben, auch wenn diese dringend nötig wären. Beim Mobilitätskonzept für die Schulen in der Stadt Göttingen muss darauf geachtet werden, dass auch für Schüler aus dem Landkreis oder sogar außerhalb unseres Landkreises praktikable Lösungen gefunden werden. Nur weil wir nicht der Schulträger sind heißt das nicht, dass wir uns nicht um die Schulen und besonders die Schülerinnen und Schüler kümmern müssen“. So Wibke Güntzler, Schulpolitikerin der CDU-Ratsfraktion.

Was aktuell passiere, sei ein Streit zwischen Stadt und Landkreis, der auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler ausgetragen werde. Die CDU warnt vor dem Ergebnis, dass am Ende die Berufsbildenden Schulen als Verlierer aus dem Streit hervorgehen. „Natürlich brauchen wir einen besser verzahnten Bus- und Bahnverkehr zwischen Stadt und Landkreis. Es muss aber auch weiterhin möglich sein, mit dem Auto zur Berufsschule zu fahren, ohne dabei durch das ständige Lösen von Parktickets eine heimliche Schulgebühr zu zahlen. Zwei Drittel der BBS I-Schüler kommen nicht aus der Stadt Göttingen, 10% sogar nicht aus den Landkreisen Göttingen und Northeim. Für die müssen wir Alternativen zu ÖPNV und Fahrrad anbieten“, so Güntzler.

Die CDU will den Schulstandort Göttingen auch für die Berufsbildenden Schulen der Stadt attraktiv halten und setzt sich daher dafür ein, die Mobilitätsplanung gemeinsam mit dem Landkreis zu gestalten, anstatt ihn nur über die Maßnahmen der Stadt in Kenntnis zu setzen. Dazu gehöre auch, dass es bei der Verzahnung der Busverbindungen zwischen Landkreis und Stadt endlich weitergehe. „Hier kommen wir nur gemeinsam voran“, so Güntzler.