CDU spricht sich für Industriegebiet am Dragoneranger aus

Gefasste Beschlüsse sollen für verlässliche Partnerschaft mit der Wirtschaft eingehalten werden

 Der CDU Stadtverband Göttingen zeigt sich irritiert über die erneut aufkommende Diskussion um das geplante Industriegebiet ‚Dragoneranger‘ in Weende. „Es ist auch für uns gut nachvollziehbar, dass über die Versiegelung von Flächen intensive Debatten stattfinden. Für den Wirtschaftsstandort Göttingen ist diese Erweiterung der Industrieflächen jedoch von großer Bedeutung und seit langem geplant“, so Carina Hermann, Vorsitzende des CDU Stadtverbands Göttingen.

Sowohl in der vergangenen als auch in der laufenden Amtsperiode habe der Rat der Stadt den Planungen grünes Licht gegeben. Für Verwunderung innerhalb der Union sorge die Wankelmütigkeit der Göttinger SPD. „2016 und 2017 war das Industriegebiet ‚Dragoneranger‘ schon einmal Thema in der Stadtpolitik. Einstimmig wurde damals der Bebauungsplan von allen Fraktionen getragen. Auch dem Flächennutzungsplan hat die SPD zugestimmt. Dass sich plötzlich von diesen Beschlüssen distanziert wird ist ein fatales Signal für die Göttinger Wirtschaft, die sich seit Jahren auf diese Erweiterung vorbereitet“, so Hermann. „Die Attraktivität eines Standortes ist eng mit der Verlässlichkeit von Zusagen verknüpft. Verwaltung und Politik müssen Unternehmen Planungssicherheit geben. Anscheinend ist die CDU die einzig verlässliche Kraft in dieser Frage.“

Mit der Expansion Sartorius‘ und dem damit steigenden Platzbedarf müsse man Unternehmen attraktive Ausweichflächen anbieten, um sie in Göttingen halten zu können. Der ‚Dragoneranger‘ biete für ein neues Industriegebiet gute Voraussetzungen. Angrenzend an den Autobahnzubringer und die B3 und in direkter Nachbarschaft zur Göttinger Kläranlage sei das Gelände ohnehin schon industriell geprägt. Auch perspektivisch würde dem südlichen ‚Dragoneranger‘ mit der Ansiedlung eines Betonwerks eine wichtige Aufgabe zuteilwerden: „In wenigen Jahren befinden wir uns inmitten des größten Bauprojekts Südniedersachsen: Kurze Anfahrtswege zum und vom Neubau der Universitätsmedizin reduzieren die CO2-Emission und halten Kosten niedrig.“, so Hermann. „Im nördlichen Teil werden wir uns für qualifizierte Unternehmensausgründungen aus unseren Hochschulen stark machen. Der Dragoneranger hat echtes Potential!“

Für Carina Hermann und den CDU Stadtverband Göttingen steht derweilen fest: „Wir wollen, dass Göttingen ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleibt und für Unternehmen ein verlässlicher Partner ist. Entscheidungen, die man mit gefasst hat, nun zu kritisieren, führt zu Unsicherheit bei den Betroffenen und lässt letztlich die Frage offen, welche gefassten Beschlüsse die Sozialdemokraten in Zukunft noch revidieren möchten.“