CDU-Ratsfraktion fordert schnelle Hilfe für Kinder und Jugendliche mit akuten psychischen und psychiatrischen Krisen in der Pandemie!

Welche Anlaufstellen gibt es in Göttingen für Kinder, Jugendliche und Eltern?

Darum geht es:

Die lange Zeit der häuslichen Isolation, die schulische Situation in den Wechselmodellen und die Einschränkungen im sozialen Kontakt während der Pandemie haben bei Kindern und Jugendlichen Spuren hinterlassen. Manche sind so tief und nachhaltig, dass eine Rückkehr zur Normalität für diese jungen Menschen nicht so einfach möglich ist. Diese psychischen Wunden heilen nicht von allein. Dort wird dringend und schnell professionelle Hilfe benötigt. Viele Eltern berichten, dass sie auf der Suche nach Unterstützung entweder hin und her geschickt werden, oder lange Wartzeiten in Kauf nehmen müssen. Allerdings ist gerade bei psychischen Störungen die Zeit ein entscheidender Faktor, damit es nicht zur Chronifizierung und/oder Verschlechterung der Symptome kommt. Die CDU-Ratsfraktion sieht die Not der Kinder, Jugendlichen und Eltern und möchte Unterstützung bieten. Daher wollen wir mit einem Prüfauftrag von der Stadtverwaltung erfahren, welche Anlaufstellen es im Stadtgebiet gibt und wie diese zu finden sind. Ferner fragen wir, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, wann und wie schnell es zu Erstgesprächen kommen kann und wie es dann mit der Hilfe weitergeht.

Das sagt Katharina Schüle-Rennschuh, stellv. Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion:

„Wir erhoffen uns schnelle, vollumfängliche und förderliche Antworten der Verwaltung, bestenfalls wünschen wir uns zeitnah eine Übersicht auf der Homepage der Stadt Göttingen und die Verteilung eines Flyers mit den notwendigen Informationen in Kitas, Schulen, sozialen Einrichtungen und öffentlichen Institutionen. Wir brauchen einen niedrigschwelligen Zugang zu den Informationen für die Hilfesuchenden und Angebote, die in ausreichender Anzahl und zeitnah zur Verfügung stehen! Sollten die Ergebnisse nicht zufriedenstellend sein, müssen wir prüfen, welche weiteren Maßnahmen wir schnell ergreifen können.“

Zum Hintergrund:

Unsere Kinder und Jugendlichen gehören zu den Hauptleidtragenden der Pandemie. Sie waren die ersten, die aus ihrem Alltag gerissen wurden und sind die letzten, die wieder zurückkehren. Viele wurden sich selbst überlassen. Eltern waren überfordert, Staat und Schulen haben sich nicht ausreichend gekümmert. Diese Versäumnisse sind schlimm genug und gilt es nun aber, ohne Ausreden und weitere Umschweife in den Blick zu nehmen. Diese Kinder brauchen schnell professionelle Hilfe von außen, damit ihre inneren Wunden heilen können und ein Leben in Normalität, ohne Ängste oder Depressionen, wieder möglich wird.