CDU-Fraktion will Kultur mit „Offener Bühne“ unterstützen

Einheitliche Spielstätte soll organisatorischen Aufwand reduzieren und mehr Zuschauer ermöglichen

Seitdem Kulturveranstaltungen wieder möglich sind, versuchen fast alle Theater, Musiker und Künstler wieder ein reguläres Kulturprogramm anzubieten. Durch die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen ist ein normaler Kulturbetrieb aber nicht in Sicht. Die Zuschauerzahl von fast allen Bühnen der Stadt hat sich radikal verkleinert. Die Open-Air-Saison geht zudem zu Ende. Da die meisten Kulturschaffenden aber dringend auf ihre Ticket-Verkäufe angewiesen sind, muss eine Lösung gefunden werden, wie wieder vor größeren Mengen gespielt werden kann.

„Wir schlagen vor, dass die Stadt eine „Offene Bühne“ für unsere vielfältige Kulturlandschaft zur Verfügung stellt. Viele reguläre Spielstätten erreichen durch die Hygiene- und Abstandsregelungen oftmals nicht die kritische Masse eines sich finanziell rechnenden Kulturbetriebes. Zudem muss der Bevölkerung der Zugang zur Kultur wieder erleichtert werden. Ein Angebot der Stadt oder einer ihrer Tochtergesellschaften und Partner mit einer einheitlichen Spielstätte halten wir für unbedingt nötig. Nur so kann der organisatorische Aufwand für die Kultur reduziert und wieder größeres Publikum ermöglicht werden. Eine einheitliche Bühne, bei der Hygienekonzept, Abstandsregelungen und Ticketing immer gleich wären, würde vielen helfen einen Weg zurück in den Kultur-Alltag zu finden“, so die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion, Wibke Güntzler.

Als Beispiele führt die CDU die großen Schul-Aulen an, die am Wochenende ungenutzt blieben. Ebenso sei in der Lokhalle eine solche „Offene Bühne“ denkbar. „Das Göttinger Symphonie Orchester fängt in dieser Woche wieder an, dort Konzerte zu geben. Was ist aber mit den Tagen, an denen keine Aufführungen stattfinden, Bühne und Bestuhlung aber stehen bleiben? Auch darüber hinaus wird es noch viele Möglichkeiten geben, schließlich ist die Auslastung unserer Veranstaltungsräume coronabedingt eher mau“, so Güntzler.

Der Antrag wird in der öffentlichen Sitzung des Rates der Stadt Göttingen am 18. September 2020 beraten.

Antrag der CDU-Ratsfraktion Göttingen zur Ratssitzung am 18. September 2020

Kultur in Göttingen mit „Offener Bühne“ unterstützen

Der Rat möge beschließen:

Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob die Kulturlandschaft in Göttingen durch das Bereitstellen einer „Offenen Bühne“ während der Corona-Pandemie unterstützt werden kann. Viele reguläre Spielstätten erreichen durch die Hygiene- und Abstandsregelungen oftmals nicht die kritische Masse eines sich finanziell rechnenden Kulturbetriebes. Ein Angebot der Stadt oder einer ihrer Tochtergesellschaften und Partner mit einer einheitlichen Spielstätte und so der Erleichterung von Hygienekonzepten, Abstandsregelungen und Ticketing würde vielen helfen einen Weg zurück in den Kultur-Alltag zu finden.

Begründung:

Seitdem Kulturveranstaltungen wieder möglich sind versuchen fast alle Theater, Musiker und Künstler wieder ein reguläres Kulturprogramm anzubieten. Durch die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen ist ein normaler Kulturbetrieb aber nicht in Sicht. Die Zuschauerzahl von fast allen Bühnen der Stadt hat sich radikal verkleinert. Die Open-Air-Saison geht zudem zu Ende.

Da die meisten Kulturschaffenden aber dringend auf ihre Ticket-Verkäufe angewiesen sind muss eine Lösung gefunden werden, wie wieder vor größeren Mengen gespielt werden kann. Das kann aktuell nur mit größeren Räumen gewährleistet werden. Wir sehen es als Aufgabe der Stadt an, die Göttinger Kulturszene nach Kräften zu unterstützen und bitten daher um Prüfung des Antrages in enger Abstimmung mit den Kultureinrichtungen.