CDU fassungslos über Kostenexplosion bei Theatersanierung

Jahrzehntelanges Wegsehen der SPD Verwaltungsspitzen sorgt für nie dagewesenen Investitionsstau

Die vorgestellten Sanierungsvarianten des Deutschen Theaters lassen die CDU mit Fassungslosigkeit zurück. „Wer jahrzehntelang eine der wichtigsten Kulturinstitutionen der Stadt so verkommen lässt, braucht sich am Ende nicht über die Rechnung wundern“, so die Vorsitzende des CDU Stadtverbandes Göttingen, Carina Hermann. Seit dem Brandi-Anbau aus Glas vor knapp 40 Jahren seien am Deutschen Theater nur die notwendigsten Reparaturen durchgeführt worden. Der Spielbetrieb konnte auf diesem professionellen Niveau als eines der besten Häuser in Deutschland nur mit viel Mühe und Engagements des gesamten Teams auf die Beine gestellt werden. „Wer schon einmal hinter den Kulissen des Theaters war weiß, unter welch prekären Bedingungen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten müssen“, so Hermann.

Das Theater sei lange Zeit nur stiefmütterlich behandelt worden. Auf dem Bestandsschutz für die kleinen Bühnen und teilweise nicht dem Arbeitsschutz entsprechenden Mitarbeiterbüros habe sich die Stadtverwaltung zu lange ausgeruht. „Die CDU setzt sich schon seit Jahren dafür ein, dass das Theater endlich vernünftig ausgestattet wird und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter angemessenen Bedingungen arbeiten können. Die Sicherung des Spielbetriebs und des Theaters als solches haben für uns höchste Priorität. Wir sind entsetzt, dass diese jahrzehntelang so leichtfertig aufs Spiel gesetzt wurden“, so Hermann. „Das Verwaltungsversagen ist bei diesem Investitionsstau nicht von der Hand zu weisen. Wir werden Erklärungen einfordern und den Prozess auf politischer Ebene konstruktiv, aber auch kritisch begleiten.“ Den Sanierungsbedarf des Theaters hätte man schon viel frühzeitiger durch Fachexperten prüfen lassen müssen. Damit hätte man den aktuellen Zuständen früher etwas entgegensetzen können und sicherlich viel Geld gespart, das anderweitig auch gut eingesetzt wäre. Nun gehe es darum, bei der Sanierung zusammenzustehen. Die CDU kann sich eine langfristige Sanierung mit kleineren Investitionen pro Jahr gut vorstellen. „Genau um das abzubilden, haben wir ja auch das Zukunftsinvestitionsprogramm“, so Hermann.