CDU bringt Bewegung in Installation von Fahrradbügeln

Stadtrat stimmt in geänderter Form für Antrag auf Bereitstellung von 600 neuen Abstellplätzen

Göttingens Innenstadt leidet aktuell unter der stark eingeschränkten Möglichkeit für Fahrradfahrer, ihre Räder sicher anzuschließen. Die CDU-Ratsfraktion Göttingen hat daraufhin für die Ratssitzung am 13. Dezember 2019 einen Antrag gestellt, dezentral und bedarfsgerecht an 43 Standorten in der Innenstadt zwischen Weender Tor und Kurzer Straße, Anschließmöglichkeiten für über 600 Fahrräder zu schaffen.

SPD und Grüne im Rat der Stadt verfolgen indes ein anderes Prinzip. Sie wollen möglichst gebündelte Abstellflächen am Rande zur Innenstadt schaffen und berufen sich dabei auf das „Fahrradabstellanlagenkonzept der Stadt Göttingen“ aus dem Jahre 2012. Aber auch dieses sieht vor, dass die Anschließmöglichkeiten in „direktem Zugang und Zielnähe“ der Radfahrer liegen müssen, um akzeptiert zu werden. Ebenfalls ergab die Analyse von 2011, die dem Konzept zu Grunde liegt, dass etwas über 1.000 Stellplätze innerhalb des Walls zur Verfügung stehen, aber über 1.500 Räder in der Stadt verteilt standen. Das Konzeptpapier führt weiterhin aus, dass „ungeordnetes Abstellen häufig im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Fehlen angemessener Abstellanlagen in ausreichender Anzahl, direktem Zugang und Zielnähe“ steht.

„Rot-Grün versucht unseren Antrag aufs Abstellgleis zu schieben und setzt weiterhin auf ein veraltetes Konzept, das nie wirklich in die Umsetzung kam. Aber auch bereits dort wurde erkannt, dass es den Radfahrern wichtig ist, möglichst bis zum Zielort zu fahren und dort in „Zielnähe“ das Rad anzuschließen. Wir liegen mit unserem Vorschlag für 600 neue Anschließplätze an 43 Standorten in der Innenstadt also genau richtig“, so Olaf Feuerstein.

Das damalige Konzept beinhaltet im Wesentlichen für die Stadt eine Neuinstallation von 450 Stellplätzen. Wenn man genauer hinschaut, werden davon aber rund 100 lediglich erneuert. Von den 2012 beschriebenen 350 neu zu schaffenden Parkflächen wurden bisher nur magere 130 umgesetzt.

„Das seit sieben Jahren in der Umsetzung befindliche Fahrradabstellanlagenkonzept ist gescheitert. Es wird Zeit für einen Neuanfang und den wollen wir als CDU gestalten. Rot-Grün hält anscheinend lieber an verstaubten Relikten fest, anstatt bedarfsgerechte Politik für die Radfahrer in Göttingen zu machen“, so Feuerstein abschließend.