„Ausweis-Automat“ als Abholstation für amtliche Dokumente

CDU will mit Prüfantrag die Ausgabe von amtlichen Dokumenten für Verwaltung und Bürger erleichtern

Die CDU-Ratsfraktion Göttingen will die Prozesse im Rathaus vereinfachen. Für die Ratssitzung am 10. Juli stellt die Union den Prüfantrag auf eine Ausgabestation für amtliche Dokumente. Dieser „Ausweis-Automat“ könnte ähnlich wie eine Paketstation funktionieren. Bei Antragstellung im Rathaus kann sich für die Abholung des Dokuments am Ausgabeterminal entschieden werden. Wenn zum Beispiel die Ausweisdokumente von der Bundesdruckerei im Rathaus eintreffen, werden sie in das Terminal abgelegt. Anschließend wird eine SMS oder E-Mail an den Antragsteller versendet. Diese Nachricht informiert darüber, dass der Ausweis zur Abholung bereitliegt. Außerdem enthält sie einen PIN-Code. Ab dem Versenden der Nachricht liegen die Dokumente für eine bestimmte Zeit im Automaten bereit. Nach erfolgreichem Abgleich der Daten öffnet sich das Fach, in dem das Dokument liegt. Ein entsprechendes Verfahren wurde erfolgreich als Pilotprojekt in Ludwigsburg getestet und soll dort nun fest etabliert werden. Auch in Hannover wird dieser Prozess gerade geprüft.

„Das wäre ein großer Schritt nach vorne in Richtung mehr Bürgerfreundlichkeit, Flexibilität und Effizienz. Beim Pilotprojekt in Ludwigsburg konnten alle sicherheitsrelevanten Bedenken ausgeräumt werden. Die Ausgabe am Ausweis-Automaten erfolgt dort durch die Kombination aus Fingerabdruck, den man beim Beantragen eines neuen Ausweises sowieso hinterlegen muss, und einem PIN-Code“, so der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion Göttingen, Olaf Feuerstein.

„Das Rathaus ist die Servicestelle der Göttingerinnen und Göttinger. Die Tagesabläufe der Menschen verändern sich und daran muss sich auch der Service der Stadt anpassen. Über einen ersten Schritt in diese Richtung, die Änderung der Öffnungszeiten des Rathauses, berät aktuell die Politik. Das geht uns aber noch nicht weit genug. Die neue Möglichkeit der Dokumenten-Abholung verhindert Wartezeiten, entlastet Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen, ist sicher und einfach in der Anwendung. Unsere Meinung nach, wäre das ein echter Gewinn!“, so Feuerstein.

Antrag der CDU-Ratsfraktion Göttingen zur Sitzung des Rates der Stadt Göttingen am 10. Juli 2020

Serviceleistungen der Bürgerdienste vereinfachen

Der Rat möge beschließen:

Die Verwaltung wird gebeten, den Betrieb eines Terminals für die Ausgabe von Dokumenten des Bürgerdienstes, zum Beispiel von Einwohnermeldeangelegenheiten oder der Zulassungsstelle, zu prüfen. Den Göttinger Bürgerinnen und Bürgern könnte so eine flexiblere Abholung ihrer Dokumente ohne die Bindung an die Öffnungszeiten des Rathauses ermöglicht werden.

Begründung:

Das Rathaus ist die Servicestelle der Menschen. Flexibilität und Kundenorientierung stehen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die direkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern haben, im Vordergrund. Ein nützliches Instrument, um beiden Seiten diese Bürgerdienste zu vereinfachen, könnte ein Ausgabeterminal für Dokumente sein.

Seine Funktionsweise lässt sich mit der einer Paketstation vergleichen: Bei Antragstellung im Rathaus kann sich für die Abholung des Dokuments am Ausgabeterminal entschieden werden. Wenn z.B. die Ausweisdokumente von der Bundesdruckerei im Rathaus eintreffen, werden sie in das Terminal abgelegt. Anschließend wird eine SMS oder E-Mail an den Antragsteller versendet. Diese Nachricht informiert darüber, dass der Ausweis im Terminal liegt. Außerdem enthält sie einen PIN-Code. Ab dem Versenden der Nachricht liegen die Dokumente für sieben Kalendertage im Ausgabeterminal bereit. Nach erfolgreichem Abgleich der Daten öffnet sich das Fach, in dem das Dokument liegt.

Ein entsprechendes Verfahren wurde erfolgreich als Pilotprojekt in Ludwigsburg getestet und soll dort nun fest etabliert werden. Auch in Hannover wird dieser Prozess gerade geprüft.