Stollwerck-Bauer stellt ihre "Göttinger Sieben" vor 7 Zukunftsthemen für den Landkreis Göttingen
Am 19. Juli 2011 veranstaltete der CDU Kreisverband Göttingen eine Pressekonferenz, um die Landratswahlkampagne vorzustellen. „Unsere Mitglieder sind motiviert bis in die Haarspitzen“, erläutert Fritz Güntzler (CDU Kreisvorsitzender) die Stimmung in der Partei. Seit der Nominierung der Kandidatin im März habe man von vielen Leuten, auch über Parteigrenzen hinweg, großen Zuspruch für die Kandidatin erhalten.
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| Pressekonferenz mit Stollwerck-Bauer und Güntzler |
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Göttingen - Wir wollen mit unserer Kampagne auf die vier Felder Kompetenz, junge Kandidatin, Bürgernähe und Sympathie setzen. „Der Landkreis steht relativ gut da“, erläutert Fritz Güntzler das Erreichte von 12 Jahren Schwarz-Grün und der Amtszeit von Reinhard Schermann. „Wir sind niedersachsenweit einer der Erfolgreichsten. Die Prokopfverschuldung von rund 500 € sei in Gegensatz zu den Nachbarkreisen Northeim und Osterode, wo sie mehr als doppelt so hoch ist, überschaubar und in den Griff zu bekommen. Wirtschaftlich stehen wir ebenfalls gut da: Die Beschäftigungszahlen sind teilweise sogar über dem Landesdurchschnitt.“
Stollwerck-Bauer führte zu ihren bisherigen Erfahrungen im Wahlkampf aus: „Die Menschen sind unglaublich interessiert. Man spürt deutlich, dass sie einen direkten Kontakt zu den politischen Vertretern suchen. Kommt man ins Gespräch ist die Politikverdrossenheit kaum zu spüren. Jeder hat ein Thema das bedrück oder bewegt.“ Der Wahlkampf mache ihr Spaß, obwohl sie sich manch mal wünsche mehr Zeit dafür zu haben. Immerhin sei sie Chefin einer Verwaltung und kann sich hier keine Nachlässigkeiten erlauben. Ihre Familie bekommt sie dennoch oft zu sehen. Ihr Ehemann hat Elternzeit geommen und außerdem kümmere sich zusätzlich die Schwiegermutter gerne um die kleine Tochter. Im Wahlkampf wird Stollwerck-Bauer auch aus der Bundes- und Landespolitik unterstützt. So werden u.a. die Ministerpräsidenten von Sachsen (Tillich), Sachsen-Anschalt (Haseloff) und Thüringen (Lieberknecht) in den Landkreis Göttingen kommen. Höhepunkt wird der Besuch von Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister am 29. August werden. Desweiteren habe man erstmals einen Kinospot produziert der hier abzurufen ist: Kinospot .
Anschließend erläuterte Dinah Stollwerck-Bauer ihre Göttinger Sieben, die 7 Zukunftsthemen die sie im Wahlkampf besonders hervorheben will und die ihre Amtsführung prägen sollen.
Unsere “Göttinger Sieben” - 7 Zukunftsthemen für den Landkreis Göttingen:
1. Stärkung der Wissens- und Innovationslandschaft – Für einen attraktiven Wirtschaftsraum.
Mit seinen zahlreichen Wissenschaftseinrichtungen wird hier vor Ort eine Menge Know-how geschaffen, von dem ich möglichst viel in den Landkreis einfließen lassen möchte. Der lokalen Wirtschaft bietet dies viele Chancen. Darum will ich mich für eine enge Verzahnung aus Wissenschaft und Wirtschaft einsetzen. Es gilt die innovativste Region in der Mitte Deutschlands zu werden.
2. Fit für den demographischen Wandel.
Besonders in der ländlichen Region können die Folgen durch den demographischen Wandel bei Nahversorgung, Mobilität, sportlichen-, wie kulturellen Angeboten durch frühzeitiges Handeln abgeschwächt werden. Es gilt die Kooperationen von Vereinen, Unternehmen und Vertretern des gesellschaftlichen Lebens zu fördern. Das Projekt Duderstadt 2020 setzt dies gezielt um und könnte Vorbild für den ganzen Landkreis werden.
3. Generationengerecht für Jung und Alt.
Ich möchte einen Beitrag dafür leisten, den Generationenvertrag fortzuschreiben. Dazu ist es mir ein besonderes Anliegen den Landkreis familienfreundlicher zu gestalten. Hinsichtlich der großen Zahl unterschiedlicher Lebensentwürfe sind mir beispielsweise die Einrichtung weiterer Familienzentren, die Förderung von Mehrgenerationenhäusern oder der Ausbau der Kinderbetreuung sehr wichtig. Zur Generationengerechtigkeit zählt auch ein verantwortungsvoller Umgang mit den öffentlichen Finanzen. Im Sinne von zukünftigen Gestaltungsmöglichkeiten, auch für kommende Generationen, ist eine sparsame Haushaltsführung zwingend erforderlich.
4. Die beste Bildung ermöglichen.
Bildung ist das Kapital für unsere Zukunft. Der Landkreis muss alles dafür tun, dass jeder Schüler die besten Chancen erhält. Wir brauchen ein breites Bildungsangebot mit gut ausgestatteten Schulen. Die Schulabbrecherquote muss gezielt gesenkt sowie die Übergänge in die Berufswelt besser angepasst werden. Dies bietet Vorteile sowohl für Schüler als auch für die ausbildenden Unternehmen. Ich möchte mich für eine nachhaltige Schulentwicklung einsetzen, die Eltern und Schülern Sicherheiten gibt und Perspektiven aufzeigt. Zur Verbesserung der Chancen gehört auch die berufliche Bildung. Ich begrüße die Aktivitäten der Arbeitsvermittler und die Rolle der Volkshochschulen bei der Unterstützung nach der Schulzeit.
5. Schneller Ausbau der erneuerbaren Energien.
Der Landkreis muss die Energiewende hier vor Ort begleiten und fördern. Es gilt auf den ausgewogenen Energiemix aller erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasser und nachwachsende Rohstoffe zu achten, damit die Menschen und die Natur nicht unter der Wende leiden müssen. Wir haben hier vor Ort viel wissenschaftliches Know-how, das ich im Landkreis zum Einsatz bringen möchte. Ziel muss es sein die Menschen mitzunehmen.
6. Mobilität erhöhen – Infrastruktur verbessern.
Eine gute Infrastruktur und Anbindung ist wichtig für die Zukunftsfähigkeit des Landkreises Göttingen. Darum müssen die Verkehrswege instand gehalten werden und für eine optimale Anbindung an das Oberzentrum gesorgt werden. Die Fernanbindungen wie der ICE-Halt, aber auch die Autobahnen sind unverzichtbar für den Landkreis. Im Bereich des öffentlichen Busverkehrs gibt es noch viele Verbesserungsmöglichkeiten. Wichtig für die Standortfaktoren sind schnelles Internet und attraktive Sport- und Kulturstätten.
7. Bekenntnis zum Landkreis Göttingen – Keine Fusion zu Lasten der Bürger.
Ich möchte keine bürgerferne verfasste Region und keine Fusion mit den Landkreisen Osterode und Northeim, bei der wir die Lasten der anderen schultern müssen. Probleme sollten dort angegangen werden, wo sie entstehen. Der Landkreis Göttingen steht gut da. Mit knapp 260.000 Einwohnern ist er der fünftgrößte Niedersachsens und die Schulden pro Einwohner sind deutlich geringer als in den zwei Nachbarkreisen.
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